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OnlyFans-Agentur-Provision: Modelle im Vergleich mit Rechenbeispielen

Eine OnlyFans-Agentur-Provision ist nur vergleichbar, wenn du Prozentsatz und Berechnungsbasis zusammen betrachtest. Gängige Modelle sind ein Prozentsatz nach Plattformgebühr oder vom Bruttoumsatz, Staffelmodelle, eine Fixgebühr plus Prozent und eine Provision nur auf Mehrumsatz. Rechne jedes Angebot mit denselben Beispielzahlen durch und addiere alle Zusatzkosten – erst dann siehst du, was dir am Ende bleibt.

Stand: 27. Oktober 2026Bewertungsteam OF Agentur Ranking

Erst die Basis, dann der Prozentsatz

Fast jede Agentur nennt ihre Vergütung in Prozent. Doch 30 % sind nicht gleich 30 %, denn entscheidend ist, von welchem Betrag sie abgezogen werden. OnlyFans zahlt Creatorn 80 % ihrer Einnahmen aus und behält 20 % als Plattformgebühr. Daraus ergeben sich zwei mögliche Bezugsgrößen:

  • Bruttoumsatz: alles, was Fans bezahlen – Abos, Trinkgelder und PPV-Käufe vor Abzug der Plattformgebühr.
  • Umsatz nach Plattformgebühr: der Betrag, der dir tatsächlich gutgeschrieben wird, oft auch Nettoumsatz genannt.

Rechnet die Agentur vom Brutto, zahlst du Provision auch auf Geld, das du nie erhältst. Steht im Angebot nur „30 % Provision“, frag nach der Basis und lass sie dir schriftlich bestätigen. Wie die Klausel im Vertrag aussehen sollte, beschreibt unsere Checkliste zum Agenturvertrag.

Prüfe außerdem, was mit „Umsatz“ gemeint ist: die Einnahmen laut Statistik in deinem Account, die tatsächlichen Auszahlungen auf dein Konto oder ein Wert, den die Agentur selbst ermittelt. Am transparentesten ist eine Abrechnung, die du jederzeit mit deinen eigenen Statistiken abgleichen kannst.

Modell 1 und 2: Prozent nach Plattformgebühr oder vom Brutto

Das einfachste Modell ist ein fester Prozentsatz. Einige Agenturen veröffentlichen eine Spanne; AV Majestic Studios nennt zum Beispiel 25–50 % nach Plattformgebühren. Die große Mehrheit der Agenturen in unserem Verzeichnis nennt dagegen keinen Satz und verweist auf ein schriftliches oder individuelles Angebot.

Wie stark die Basis den Unterschied macht, zeigt die Tabelle. Alle Zahlen sind hypothetische Beispiele: 10.000 € Bruttoumsatz im Monat, also 8.000 € nach Plattformgebühr.

ProvisionssatzAgentur (nach Plattformgebühr)Dir bleibenAgentur (vom Brutto)Dir bleiben
25 %2.000 €6.000 €2.500 €5.500 €
35 %2.800 €5.200 €3.500 €4.500 €
50 %4.000 €4.000 €5.000 €3.000 €

Bei 50 % vom Brutto erhielte die Agentur in diesem Beispiel mehr als du selbst. Schau deshalb nie nur auf den Prozentsatz, sondern rechne aus, was dir in Euro bleibt. Als Faustregel gilt: Ein Satz vom Brutto entspricht bei 20 % Plattformgebühr einem um ein Viertel höheren Satz nach Plattformgebühr – 30 % vom Brutto kosten dich also so viel wie 37,5 % vom Netto.

Modell 3: Staffelprovision nach Umsatzstufen

Bei einer Staffel ändert sich der Prozentsatz mit dem Umsatz. Der Satz kann mit steigendem Umsatz sinken, weil die Agentur am Volumen verdient, oder steigen, weil höhere Umsätze als ihr Verdienst gelten. Wichtig ist außerdem, ob der neue Satz nur für den Teil über der Grenze gilt oder rückwirkend für den gesamten Umsatz.

Hypothetisches Beispiel: 40 % bis 5.000 € Umsatz nach Plattformgebühr, 30 % darüber.

Umsatz nach PlattformgebührStufenweise berechnetGesamtumsatz zum Satz der erreichten Stufe
4.000 €1.600 €1.600 €
8.000 €2.900 €2.400 €
12.000 €4.100 €3.600 €

Frag nach, ob die Stufen jeden Monat neu beginnen und was bei schwankenden Einnahmen passiert. Eine Staffel, die nur im Rekordmonat greift, bringt dir im Alltag wenig. Zur Einordnung: Bei 8.000 € Umsatz zahlst du im Beispiel stufenweise effektiv gut 36 %, bei der Variante auf den Gesamtumsatz genau 30 %.

Modell 4: Fixgebühr plus Prozent

Hier zahlst du eine monatliche Grundgebühr und zusätzlich eine niedrigere Provision. Für die Agentur ist das planbar, für dich ein Risiko: Die Fixgebühr fällt auch in einem schwachen Monat an. Das Modell kann sich lohnen, wenn deine Einnahmen hoch und stabil sind und die Gebühr konkrete Leistungen abdeckt, etwa eine feste Zahl an Chat-Stunden.

Hypothetischer Vergleich: 500 € Grundgebühr plus 20 % gegenüber 35 % ohne Grundgebühr, jeweils nach Plattformgebühr.

Umsatz nach Plattformgebühr500 € + 20 %35 % ohne Fixgebühr
2.000 €900 €700 €
4.000 €1.300 €1.400 €
8.000 €2.100 €2.800 €

Im Beispiel wird die Kombination erst ab rund 3.333 € Umsatz günstiger. Liegen deine Einnahmen darunter oder schwanken sie stark, zahlst du mit der Fixgebühr drauf. Mit deinen eigenen Zahlen kannst du die Rechnung im Provisionsrechner wiederholen.

Modell 5: Provision nur auf Mehrumsatz

Bei diesem Modell erhält die Agentur nur einen Anteil an dem Umsatz, der über einen vereinbarten Ausgangswert hinausgeht. Für Creator mit bestehenden Einnahmen klingt das fair: Bezahlt wird nur Wachstum, das nach dem Start der Zusammenarbeit entsteht. In der Praxis hängt alles an der Definition des Ausgangswerts.

Hypothetisches Beispiel: Ausgangswert 6.000 € nach Plattformgebühr, 50 % auf den Mehrumsatz, verglichen mit 30 % auf den gesamten Umsatz.

Umsatz im Monat50 % auf Mehrumsatz über 6.000 €30 % auf alles
6.000 €0 €1.800 €
9.000 €1.500 €2.700 €
15.000 €4.500 €4.500 €

Kläre vorab: Wie wird der Ausgangswert ermittelt – als Durchschnitt der letzten drei Monate, als bester Monat oder als Jahreswert? Wird er bei saisonalen Schwankungen angepasst? Und gibt es eine Mindestvergütung, falls kein Mehrumsatz entsteht?

Zusatzkosten, die im Prozentsatz nicht auftauchen

Ein niedriger Provisionssatz kann teuer werden, wenn weitere Posten hinzukommen. Typische Zusatzkosten sind:

  • Einrichtungs- oder Onboarding-Gebühren vor dem Start
  • Werbebudgets für bezahlte Promotion oder Shoutouts
  • Kosten für Tools, etwa Planungs- oder Analyse-Software
  • Shootings, Videoschnitt oder sonstige Produktion
  • Gebühren für Content-Schutz oder Leak-Entfernung
  • Provision auf Einnahmen von anderen Plattformen oder aus Markenkooperationen

Lass dir jede Position mit Betrag oder Obergrenze bestätigen. Manche Anbieter schließen Vorabgebühren ausdrücklich aus: Ventures Agency und Murmur Studios nennen 25–50 % nach Plattformgebühren, monatliche Kündbarkeit und keine Vorabgebühren; Noblesse Studios veröffentlicht dieselbe Spanne bei monatlicher Kündbarkeit. Wie wir veröffentlichte Konditionen bewerten, erklären die Bewertungskriterien.

Kläre beim Werbebudget zusätzlich, wer darüber entscheidet. Bewährt hat sich ein monatliches Limit, das nur mit deiner Zustimmung überschritten werden darf, sowie eine Abrechnung mit Belegen über die tatsächlich ausgegebenen Beträge.

Sonderfälle: Nachlauf, Rückbuchungen und Kooperationen

Neben dem Grundmodell entscheiden einige Detailregeln darüber, was du am Ende tatsächlich zahlst:

  • Nachlaufprovision: Manche Verträge beteiligen die Agentur auch nach dem Ende der Zusammenarbeit noch eine Zeit lang an Umsätzen, etwa an Abos, die während der Laufzeit entstanden sind. Kläre Dauer und Höhe vorab, sonst zahlst du nach einem Wechsel zweimal.
  • Rückbuchungen und Erstattungen: Wird eine Zahlung später zurückgebucht, sollte auch die Provision darauf entfallen. Vereinbare eine Abrechnung auf Basis der tatsächlich gutgeschriebenen Beträge.
  • Eigene Kooperationen: Markendeals oder Auftritte, die du selbst an Land ziehst, sollten nicht automatisch provisionspflichtig sein.
  • Andere Plattformen: Betreut die Agentur zusätzlich Fansly oder eine weitere Abo-Plattform, kläre, ob dort dieselbe Basis und derselbe Satz gelten.

Ein hypothetisches Rechenbeispiel zum Nachlauf: Vereinbart sind drei Monate mit 20 % auf 4.000 € monatlichen Umsatz aus Bestandsabos. Das sind 800 € pro Monat oder 2.400 € insgesamt – zusätzlich zur Provision, die eine neue Agentur bereits verlangt.

So machst du Angebote vergleichbar

  1. Basis klären: Prozent vom Brutto oder nach Plattformgebühr?
  2. Einnahmearten festlegen: Abos, Trinkgelder, PPV, andere Plattformen, Kooperationen.
  3. Dieselben Beispielzahlen verwenden – einen schwachen, einen normalen und einen starken Monat.
  4. Alle Zusatzkosten in Euro pro Monat umrechnen und addieren.
  5. Effektiven Anteil berechnen: Gesamtkosten geteilt durch Umsatz nach Plattformgebühr.
  6. Leistungsumfang danebenlegen: Was bekommst du für diesen Betrag?

Ein Beispiel mit hypothetischen Zahlen: 30 % nach Plattformgebühr plus 300 € Werbebudget ergeben bei 6.000 € Umsatz Kosten von 2.100 € – effektiv also 35 %. Ein Angebot mit 40 %, das Chat, Marketing und Leak-Schutz enthält, kann damit unterm Strich günstiger sein als 30 % plus separat berechnete Leistungen. Welche Bausteine du überhaupt vergleichst, erklärt der Ratgeber zu den Leistungen einer Management-Agentur. Fehlen dir noch Angebote, hilft das Match-Formular bei der Suche.

Leaderboard: aktuelle Top 3

  1. Ventures Agency 97/100
  2. Murmur Studios 95/100
  3. Noblesse Studios 94/100

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FAQ zu diesem Beitrag

Welche Provision ist für eine OnlyFans-Agentur üblich?

Belastbare Marktzahlen gibt es nicht, und die meisten Agenturen veröffentlichen ihre Sätze nicht. Wo in unserem Verzeichnis Spannen genannt werden, liegen sie bei 25–50 % nach Plattformgebühren. Entscheidend ist, welche Leistungen im Satz enthalten sind und auf welche Basis er sich bezieht.

Zahle ich Provision auch auf Trinkgelder und PPV?

Das regelt dein Vertrag. Ohne ausdrückliche Festlegung bleibt oft unklar, welche Einnahmearten zählen. Lass deshalb aufzählen, ob Abos, Trinkgelder, PPV-Käufe und Kooperationen, die du selbst akquirierst, in die Berechnung einfließen.

Wann sollte die Provision fällig werden?

Sinnvoll ist eine monatliche Abrechnung auf Basis der Auszahlungsdaten, die du selbst einsehen kannst. Die Rechnung sollte erst nach Eingang deiner Auszahlung fällig sein. Wenn eine Agentur selbst Auszahlungen empfangen und dir nur den Rest überweisen will, prüfe das besonders kritisch.

Ist ein niedriger Provisionssatz immer das bessere Angebot?

Nein. Ein niedriger Satz kann bedeuten, dass weniger Leistungen enthalten sind oder Zusatzkosten anfallen. Vergleiche deshalb den effektiven Anteil und den Leistungsumfang gemeinsam, nicht die nackte Prozentzahl.

Kann ich die Provision nachverhandeln?

Fragen kostet nichts, gerade bei individuellen Angeboten. Gute Ansatzpunkte sind die Berechnungsbasis, eine Staffel bei steigendem Umsatz oder der Verzicht auf eine Einrichtungsgebühr. Halte jede Änderung schriftlich fest.

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